Opel: Management und Betriebsrat dementieren Arbeitsplatzabbau

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Rüsselsheim (Weltexpress) - Die Krise in der EU hält an und macht es insbesondere den Volumenherstellern von Fahrzeugen wie Fiat, Opel und Renault schwer. In Westeuropa rutschte die Zahl der Neuzulassungen von Automobilen infolge der wirtschaftlichen Flaute um sieben Prozent ab. Einzig Volkswagen kann eine gute geschäftliche Entwicklung vorweisen, jedoch wegen guter Verkaufszahlen in Asien und den USA.

Opel hat hingegen jüngst öffentlich gemacht, daß ab Anfang September 9.300 Mitarbeiter in Rüsselsheim und Kaiserslautern die Arbeit jeweils 20 Tage bis zum Ende des Jahres aussetzen sollen. Einem Bericht von „Bild“, wonach Opel vor einem massiven Stellenabbau stehe, sind der Betriebsrat und das Management des Autoherstellers vehement entgegengetreten. Die Behauptung, Opel plane den Abbau von einem Drittel aller Arbeitsplätze, sei unwahr und verantwortungslos gegenüber Kunden, Händlern und den rund 40.000 Mitarbeitern, heißt es von der Firmenleitung. Auch Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug wies die Meldung als falsch zurück und erinnerte daran, daß betriebsbedingte Kündigungen bis 2014 ausgeschlossen seien und aktuell zwischen GM und Opel über eine Verlängerung bis 2016 verhandelt werde.

Stephen Girsky, Europa-Chef von GM und Vorsitzender des Opel-Aufsichtsrats, legte dar, daß Geschäftsleitung, Arbeitnehmervertreter und IG Metall gemeinsam über weitere Strukturveränderungen verhandelten. Eine „Geheimstrategie“, wie von „Bild“ behauptet, gebe es nicht.

Damit agiert die GM-Tochter auch gegen eine Verschlechterung des öffentlichen Bildes des traditionellen Automobilproduzenten.

kb

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