Mond und Sterne zum Anfassen – Exklusive Kultur-und-Wellness-Reise mit Wladimir Kaminer und Moon Suk

0
32
© Foto: Andreas Hagemoser, 2015
Alt Madlitz, Brandenburg, Deutschland (Weltexpress). Vier unvergessliche Tage mit den beiden Ausnahmekünstlern in dem Wellness-Hotel „Gut Klostermühle“ in Alt-Madlitz östlich der Hauptstadt Richtung Oder genießen. Eine seltene Gelegenheit wurde da geboten. Wladimir Kaminer und die leidenschaftliche Moon Suk reisten dabei mit den buchenden Gästen zusammen in das „Sterne“-Hotel und boten dann ein außergewöhnliches kulturelles Programm, das individuell durch die beiden Künstler geprägt und zusammen gestaltet wurde. Das kann man wirklich exklusiv nennen. Stars zum Anfassen.

Das kulturelle Programm fand überwiegend am späten Nachmittag und Abend statt und bestand aus humorvollen und poetischen Lesungen und Diskussionen und zum Beispiel aus einem musikalischen-erzählerischen Nachtspaziergang unter Sternen, so wie die Wolken es erlaubten. Das erinnert einen an taschenlampenbewehrte Nachtausflüge der Jugend, wenn man sich in einer kleinen Gruppe aus dem  Schullandheim in Berlin oder auf Wangerooge durch das Fenster aus dem Haus stahl, den anderen imponieren wollte und sich Hoffnungen machen, mit einem bestimmten Jungen oder Mädchen gehen zu können. Dazu gab es in der Klostermühle Gute-Nacht-Geschichten, die sich mit Gute-Nacht-Musik mit Liedern und Arien abwechselten, die im Hotel und in der umgebenden Natur stattfinden. Ideal die kühle Wetterlage die einem Sternensicht erlaubte und nach den gedrängten Tagen der Vorwoche unter Vollmondeinfluss einmal Ruhe bot. Die richtige Voraussetzung für Entspannung.
Während der Vor- und Nachmittage standen den gebuchten Gästen selbstverständlich die Wellnesseinrichtungen des Hotels zur Verfügung sowie diverse Sportmöglichkeiten.
Alt-Madlitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Briesen (Mark) im Landkreis Oder-Spree. Wenn man sich von Berlin nach Osten auf den Weg macht, liegt es auf dem halben Weg zum Grenzfluss. Die ganze Gegend ist ziemlich ruhig, wenn man von der lärmenden A 12 mit ihrem Durchgangsverkehr nach Frankfurt, Polen, Weißrußland und weiter nach Rußland und ins Baltikum mal absieht. Sogar Frankfurt an der Oder, die „regionale Metropole“, gehört nicht zu den Gewinnern der jüngsten Bevölkerungsbewegungen. Berlin dagegen lockt immer mehr Menschen an. Obwohl für eine Hauptstadt nicht ungewöhnlich, ist dieser Trend doch neu und setzte im Wesentlichen nach der Wirtschafts- und Finanzkrise ein, die betrügerische Banker und Fonds in den USA ausgelöst hatten und ab 2007 manifest wurde. Berlin ist nun auch keine Oase mehr. Umso mehr locken die ruhiger und ruhiger werdenden Regionen östlich des Speckgürtels. Allerdings haben es alternative Projekte auch dort teilweise schwer. Meditativ ist die Landschaft, doch zu weit erscheint der Weg. Eine richtige Entscheidung also, ein derart besonderes Musik- und Kulturereignis hier stattfinden zu lassen. Auch der Zeitraum ist ideal. Wenn man einen Tag als Anreisetag betrachtet und einen als den, an dem die Pflichten vielleicht schon wieder unangenehm rufen, bleiben noch volle zwei Tage und drei Nächte für Entspannung und Kulturgenuss. Zu wünschen wäre also, dass diese Reise, die am letzten Novemberwochenende veranstaltet wurde, ähnlich nochmal einmal wiederholt wird.
Moon Suk in ihrem Salon in Berlin
Bis dahin kann man immerhin die grandiose Moon Suk noch einmal erleben. Gerade feierte die Künstlerpersönlichkeit drei (3!) Jubiläen. Seit 25 Jahren ist die gebürtige Koreanerin in Deutschland, seit 15 Jahren in der Hauptstadt und seit einem Jahr gibt es den „Salon Moon“. Die Künstlerin widmet sich ja nicht nur der bildenden Kunst, sondern unter anderem auch der Koch- und Sangeskunst. „Back to the basics“, könnte man wohl sagen. Als Sopranistin beherrscht sie 150 Stücke, ohne ein Notenblatt vor den Mund nehmen zu müssen. Starke und vor allem ideal ergänzende Unterstützung erfährt sie dabei von der Pianistin Nadezhda Filippova, die beweist, dass der sanfte Anschlag kein Widerspruch sein muss.
Die kurz-und mittelfristig anstehenden Termine sind die Weihnachtsgala am 13. Dezember 2015 und Anfang 2016 vier Sonntagsgalas unter dem Motto „Moon spielt verrückt“ am 10., 17., 24. und 31. Januar. Der volle visuelle, akustische und kulinarische Genuss wird unter anderem dadurch gewährleistet, dass nach einer gewissen Kulanzfrist am Veranstaltungsort, einem stattlichen Altbau aus der Kaiserzeit in Ku’dammnähe, einfach – die Klingel abgeschaltet wird. Oft geschrieben, selten erreicht, aber hier: Genuss pur.
Gala zum Jubiläum 13.12.2015; „Moon spielt verrückt“ am 10., 17., 24. und 31. Januar 2016 im Salon Moon, Moon Suk c/o Wewerka/Becker, Olivaer Platz 12, 10707 Berlin, Web:  www.moonsuk.de
Anzeige

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT