Mit „Tornado Ellie“ zieht eine Windhose durch die Kinderzimmer

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Ein turbulentes Spiel: "Tornado Ellie" von Jesep M. Allué. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow
Berlin, Deutschland (Weltexpress). „Tornado Ellie“ ist nicht nur ein toller Titel für das 2015 im Verlag „Huch! & friends“ herausgegebene Kinderspiel von Josep M. Allué für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren, sondern Spaß und Spannung über eine Viertelstunde in einem quadratischen Kasten mit Kühen.

Schnell ist das Material aus der Box geholt und die Tornadostrecke auf vier Stützen gelegt. Auf die Aufbauten aus Pappe noch das Auge des Sturm aus Holz und der Tornado, um die Aufbauten ein Dutzend rote Scheunen, grüne Bäume und weiße Kühe (alles aus Holz). Die „Braun-Bunte“ mit dem dicken rosa Euter muss Ellie sein.
Flugs noch 90 Karten, darunter 76 Tierkarten, 14 Sonderkarten mit Blitz und Wolke, mischen und loslegen. Jeder der Spieler bekommt am Anfang vier Karten verdeckt in die Hand. Die anderen bilden den Nachziehstapel. Nun wird eine Karte vom jüngsten Spieler aufs Ablagefeld auf dem Tornado ausgelegt. Anschließend muss er den Tornado mit einer Hand zum nächsten Spieler beziehungsweise zur nächsten Farm im Uhrzeigersinn drehen. Auch der legt eine seiner Handkarten aus und zwar entweder dieselbe Tierart wie Schwein auf Schwein oder eine andere Tierart, aber mit mehr Tieren wie fünf Tiere auf vier Tiere. Dann dreht auch er den Tornado.
Der Tornado dreht sich mit jeder ausgespielten Karte von Scheune zu Scheune weiter. Wer nicht bedienen kann, der verliert einen Baum, eine Kuh oder eine Scheune. Soll heißen: es kommt zu Sturmschäden. Der Bauern verliert beispielsweise einen Baum an den Tornado, wodurch die Tornadosäule in die Höhe wächst, denn der Baum und die oberste Karte vom Nachziehstapel, die den Baum als Verlust vorgibt, müssen im Auge des Sturms gestapelt werden.
Das Drehen des Tornados wird durch das Anwachsen der Säule immer gefährlicher. Wer beim Drehen „Schiffbruch“ erleidet, erleidet Sturmschäden, während alle anderen Spieler davon profitieren. „Die Spieler, die bereits Teile ihrer Farm an den Sturm verloren haben, bekommen eine Entschädigung von der Versicherung“, verrät die kurze und verständliche Spielanleitung.
Wer eine Wolke legt, der sorgt dafür, dass sich der Wind dreht, will sagen: die Spielrichtung beim Drehen des Tornados ändert sich. Schlägt ein Blitz ein, muss derjenige, der die Blitz-Karte legt, nicht zur nächsten Scheune drehen, sondern der nächste Bauer muss sich den Tornado selber vor die Tür holen.
Bei „Tornado Ellie“ spielt jeder gegen jeden und der Spieler, der weder Scheune, Baum noch Kuh hat, fliegt raus. Am Ende des Spiels ist der Bauer mit dem größten Hof der Sieger. Allerdings endet das Spiel für alle sofort, wenn „der Nachziehstapel aufgebraucht ist oder ”¦ ein Spieler die Sturmschäden nicht mehr vollständig bedienen“ kann. Dann darf die nächste Runde „Tornado Ellie“ beginnen.
Der turbolenter Mix aus Karten-, Brett-, Lege- und Geschicklichkeitsspiel ist leicht erlern- und spielbar.
Übrigens finde ich die mich an „Shaun das Schaf“ erinnernden Illustrationen von Blaha und Marek gelungen.
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Josep M. Allué, Tornado Ellie, Alter der Spieler: ab 8 Jahre, Anzahl der Spieler: 2 bis 4, Dauer des Spiels: 15 bis 20 Minuten, Kartonformat: 265 x 265 x 60 mm (LxBxH), Verlag: Huch! & friends, Günzburg 2015, EAN: 4260071878908, Preis laut Herstellerangabe: ca. 25,99 Euro
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