Mit aller Macht zur Acht – Rekordmeister will den nächsten Sieg im zweiten Finalspiel der DEL

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Um diesen DEL-Pokal spielen Berliner Bären und Münchner Bullen. © Foto von Marco Leipold/City-Press GbR, BU: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Mit einem Auftakterfolgt im Finale um die Deutsche Meisterschaft im Eishockey lässt der Rekordmeister aufhorchen. Berliner Eisbären gewinnen das erste Spiel im DEL-Finale gegen Red Bull München mit 4:3 und brauchen nur noch drei Siege, um die nächste Meisterschaft in der Deutschen-Eishockey-Liga (DEL) feiern zu können. Die Berliner wollen auch im zweiten Finalspiel der diesjährigen Playoffs mit aller Macht zur Acht.

Trainer Don Jackson vom EHC Red Bull München während des Final-Spiels zwischen im Münchner Olympiapark gegen Berliner Eisbären. © Foto von Marco Leipold/City-Press GbR, BU: Stefan Pribnow
Trainer Don Jackson vom EHC Red Bull München während des Final-Spiels zwischen im Münchner Olympiapark gegen Berliner Eisbären. © Foto von Marco Leipold/City-Press GbR, BU: Stefan Pribnow

Die Bären wollen an der Spree den nächsten Sieg gegen die Bullen, gegen Red Bull München, den alten und amtierenden Meister der DEL. Doch Bullen-Trainer Don Jackson will den Hattrick, will den Sieg in der Hauptstadt mit seiner Mannschaft, für die Steve Pinizotto, der wegen eines rüden Fouls an Nationalspieler Matthias Plachta von den Adlern aus Mannheim für fünf Spiele gesperrt wurde. Das erste Finalspiel gegen die Berliner musste der Münchner noch aussetzen. Jetzt ist er wieder dabei.

Mit Pinizotto will Jackson „zurückkommen“ und „besser spielen“. Der 61-jährige Meistertrainer setzt auf aggressives Forechecking der Filiale aus dem Salzburger Land, wo Dietrich Mateschitz und Red Bull sitzen.

Ob Milliardär Mateschütz und dem Millionen-Ableger in München die Schmähgesänge der Berliner Republik entgegenschlagen? „Selbst in München kennt euch keine Sau“, erklingt immer noch in vielen Hallen, in denen die „Dosen“ auftauchen, und noch viel mehr. Nach dem Brutalo-Foul von Pinizotto klingen die Schmährufe noch lauter. Und auch in der Hauptstadt der Schickeria werden die Blechdosen eher verschmäht. Die Transparente gegen Red Bull München sind noch härter: „Kurve ohne Ehre“ lautete die Parole in Manheim. Die Sympathien der meisten Fans in Eishockey-Deutschland liegen wenn es um das Duell zwischen München und Berlin geht im Zweifelsfall bei den Bären, nicht bei den Bullen.

Eisbären-Trainer Uwe Krupp sieht am 13. Apirl 2018 in München einen Sieg seiner Mannschaft. © Foto von Marco Leipold/City-Press GbR, BU: Stefan Pribnow
Eisbären-Trainer Uwe Krupp sieht am 13. Apirl 2018 in München einen Sieg seiner Mannschaft. © Foto von Marco Leipold/City-Press GbR, BU: Stefan Pribnow

Eisbären-Trainer Uwe Krupp will sich davon weder ablenken noch provozieren lassen. Provozieren ist ein gutes Stichwort. Krupps Spieler sollen von der Strafbank wegbleiben.

Aber nicht vom Tor. Die Berliner vertrauen darauf, dass die Stürmer treffen. Nicht nur Louis-Marc Aubry ist in fabelhafter Form und trifft und trifft und trifft, auch Sean Backman, der in München das 2:1 erzielte, ist back. Jamie MacQueen und James Sheppard trafen ebenfalls ins Tor. Die Reihe der Playoff-Torschützen ist lang bei den Eisbären und nicht nur die Ran-Reihe mit Mannschaftskapitän André Rankel, Aubry und Nationalspieler Marcel Noebels ist stark.

Wenn der Dynamo erst einmal heiß läuft, dann gibt es kein Halten mehr beziehungsweise das und andere Fouls werden bestraft.

Und falls es zur Verlängerung kommt, wäre da noch Overtime-Olver.

Vor allem aber kommt es auf eine solide Abwehr und bärenstarke Torhüter an. Danny Aus den Birken holte in Pyeongchang die Silbermedaille. Super. Doch mit Petri Vehanen steht ein Weltmeister im Berliner Tor. Mehr geht nicht. Vorteil: Eisbären.

Wie auch immer, auf dem Eis gilt es heute für alle Fans der Bären: Mit aller Macht zur Acht. Dafür soll ab 14.30 Uhr im DEL-Finale ein Sieg und das 2:0 her.

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