Kurvenkünstler geht in die zweite Halbzeit – Ford hat dem Focus ein großes Facelift verordnet – Der Neue tritt im Oktober an

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© Ford
Berlin, Deutschland (Weltexpress). Ford hat vor drei Jahren die dritte Generation des Focus auf den Markt gebracht. Jetzt geht das Fahrzeug nach seinem Facelift zu alten Preisen – ab 16 450 Euro – an den Start. Es werden wie bisher die Karosserieversionen Fünftürer, Viertürer und Kombi angeboten.

Zunächst zum Design: Vor allem die Front des Focus wurde – í  la Mondeo – neu gestaltet und wirkt mit dem markanten trapezförmigen Kühlergrill jetzt deutlich angriffslustiger. Überzeugend ist das Platzangebot, das in der ersten Reihe sehr bequeme und im Fond wirklich akzeptable Verhältnisse bietet. In den Gepäckraum passen je nach Karosserie-Version 277 bis 490 Liter, bei umgeklappter Rückbanklehne sind es zwischen 1176 und 1515 Litern.

Das Cockpit wurde aufgeräumt, und dabei sind  zahlreiche Knöpfe und Schalter auf der Mittelkonsole verschwunden. Sie sind dem Infotainmentsystem Sync2 mit einem Acht-Zoll Multifunktions-Touchscreen und Sprachsteuerung gewichen. Unter anderem Navigation, Klimatisierung und Audiosystem lassen sich per Sprachbefehl bedienen.  Mit „Ambiente“, „Trend“, „Business“ und „Titanium“ stehen vier Ausstattungslinien zur Wahl.

Für die Basisversion sind die Sicherheitselemente serienmäßig an Bord – einschließlich der aktiven Fahrdynamikregelung. Sie regelt elektronisch die Aufteilung des Drehmoments zwischen den angetriebenen Vorderrädern durch gezielten Bremseneingriff, wodurch das Unter- oder Übersteuern in Kurven reduziert sowie die Traktion und das Einlenkverhalten verbessert werden. Neu ist der Parkassistent, der selbstständig selbst in enge Parklücken einfädelt und auch wieder daraus herausfindet. Beim Ausparken warnt ein weiterer Assistent vor dem Querverkehr. Verkehrsschilder werden erkannt und angezeigt. Das automatische Notbremssystem mit Abstandswarner funktioniert in der Stadt nun bis Tempo 50. Und es wird ein adaptiver Tempomat angeboten, der zum entspannten Fahren beiträgt.

© FordEine Menge hat sich auch unter dem Blech getan. Wie bisher gibt es zwar auch weiterhin die beiden 1,0-Liter-Eco-Boost-Dreizylinder-Benziner mit 74 kW/100 PS oder 92 kW/125 PS. Weiter entwickelt wurde indes der 1,6-Liter-Ecobooster, dessen Hubraum jetzt auf 1,5 Liter geschrumpft ist. Den Neuen gibt es in den Leistungsstufen 110 kW/150 PS und 134 kW/182 PS.

Aber auch die Duratorq TDCi-Turbodieselmotoren mit Common-Rail-Technologie sind Technik neuester Stand. Der neue 1,5-Liter-Vierzylinder ist in drei Leistungsstufen mit 70 kW/95 PS, 85 kW/115 PS oder 88 kW/120 PS zu haben. Durchzugsstark und kultiviert arbeitend, sind sie ausgesprochen genügsam – so verbraucht der 115-PS-Selbstzünder auf 100 Kilometern im Schnitt nur 3,4 Liter Kraftstoff. Topp-Diesel ist allerdings der 2,0-Liter-TDCi, der 110 kW/150 PS leistet und um 14 Prozent sparsamer ist als sein 140-PS-Vorgänger.

Auf ersten Probefahrten gefiel der neue Focus auf verschiedene Art: Man sitzt bequem und kann sich darüber freuen, dass den Entwicklern eine prima Geräuschdämmung gelungen ist. Die neuen Motoren machen Spaß, und es ist eine Freude, dass die Ecobooster den Dieseln in Sachen Drehmomententfaltung nicht nachstehen. Das Fahrwerk ist Spitze – allerdings erwartet man inzwischen schon von einem Ford, dass er sich als sicherer Kurvenräuber zeigt.

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