Kirchen in Deutschland – Auf welchem Auge blind?

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© Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow
Berlin, Deutschland (Weltexpress). Natürlich kann man Kritik üben gegenüber jedermann. Der Ratsvorsitzende, Herr Bedford-Strohm, und andere sollten aber dabei bedenken, was erkennbar zum Auftauchen einer neuen Partei in der deutschen Parteienlandschaft geführt hat. Die Bundesregierung hat es doch vorgemacht, auch wenn der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Herr Seehofer, laut seines ehemaligen CSU-Vizevorsitzenden, Herrn Dr. Peter Gauweiler in deutschen Tageszeitungen, in unverständlich Weise gegenüber der Bundesregierung von jedwedem Mut verlassen wird. Vor wenigen Wochen sprach er in Zusammenhang mit dem Versagen der Bundesregierung in der Migrationsfrage von " Unrechtsstaat" oder etwas ähnlichem. Heute lässt er eine dagegen gerichtete und dringend notwendige Klage mit insgesamt 170 hochinteressanten Seiten in den Münchener Schubladen verschwinden.

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland richten ungehört seit langer Zeit einen dringenden Appell an die Bundesregierung, der aus erkennbaren Berliner Gründen völlig ungehört bleibt: "Versucht es doch einmal in Anbetracht aller Probleme mit den Gesetzen dieses Landes, auf die ihr den Amtseid" abgelegt habt." Nicht umsonst haben die Ereignisse vom 4./5. September 2016 Staatsstreich-Charakter und den Menschen im Land fällt doch auf, dass die Bundesregierung nichts unternimmt, diesen Zustand konsequent anzugehen und die Folgen zu beseitigen. Wo war und wo ist das Wort derjenigen, die heute aus welchen Gründen auch immer über eine politische Partei herziehen?
Verkennen diese Herrschaften eigentlich, daß genau diese bigotte Haltung dazu beiträgt, wenn viele Menschen im Lande sich von alledem abwenden und denjenigen, die andere so gerne irgendwelche Spiegel vorhalten, a priori mißtrauen? Und damit den Umstand, daß unser Land sich das alles nicht leisten kann, weder Extremismus noch bigottes Verhalten von steuerfinanzierten Organisationen, angewidert zur Kenntnis nehmen.
Wozu schweigen diejenigen, die gerne über andere herfallen?
Viele im Lande können sich daran erinnern, welche Vorwürfe denjenigen gemacht worden sind, die von Amts wegen die Kanonen für die Kriege gesegnet haben. Wo war der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als ein ehemaliger Amtsbruder und derzeitige Bundespräsident in München auf einer Konferenz eine Rede hielt, die landauf und landab als neuerlicher Ruf Deutschlands nach Waffen und Kriegseinsätzen empfunden worden ist? Wo war der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als vor der Hintergrund der Schreckensbilder des Zweiten Weltkrieges die Bundesregierung wieder den Einsatz deutscher Soldaten an den russischen Grenzen anordnete? Wo was der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als mit großzügiger Unterstützung jedweder Art die Bundesregierung, die EU und die NATO der ukrainischen Regierung eben nicht in den Arm fielen, als diese Freiwilligenverbände mit klaren Bezügen zur Nazi-Zeit an die russischen Grenzen beorderte?
Wo waren diese Stimmen, als vor wenigen Tagen das israelische Kabinett sich demonstrativ auf den zu Syrien gehörenden Golan-Höhen traf, um den Ewigkeitsanspruch seitens Israels geltend zu machen? Hier wurden die Haßkaskaden gegenüber derr arabischen Welt zusätzlich befeuert und das wurde bei uns mit Schweigen übergangen. Warum wohl?
Irgendwo steht geschrieben, daß es gilt, den Anfängen zu wehren. Die Kirchen sollten nicht verkennen, in welchem Umfang sie Bestandteil der Anfänge sind, wenn sie über andere urteilen.
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