Kiew contra Krim: Rechter Umsturz-Politiker Tjagnibok klagt in Kiew bei Treffen mit US-Vizeaußenminister Burns über Krim

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Oleg Tjagnibok 2006 in Kiew (Archivbild, Quelle: Wikimedia.org, 2014-02-26). © GNU Free Documentation License
Kiew, Simferopol, Ukraine (Weltexpress). Oleg Tjagnibok, Chef der nationalistischen ukrainischen Partei Swoboda, hat bei seinem Treffen mit US-Vizeaußenminister William Burns am Dienstag auf „Besorgnis erregende Signale von der Krim“ hingewiesen und die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der territorialen Integrität der Ukraine betont.

„Jetzt ist es wichtig, eine Spaltung des Staates nicht zuzulassen, weil wir Besorgnis erregende Signale von der Krim bekommen“, wird Tjagnibok am Mittwoch auf der offiziellen Webseite der Partei zitiert.

Bei dem Treffen mit Burns „informierte der Nationalistenchef die ausländischen Vertreter über die Entwicklung im Parlament und betonte, dass es heute äußerst wichtig ist, die territoriale Integrität des Landes zu wahren“.

Am Dienstag hatten Einwohner der Krim eine unbefristete Protestaktion vor dem Gebäude des Parlamentes der Autonomie in Simferopol begonnen und von den Abgeordneten gefordert, die neue Führung des Landes, die nach den Krawallen in Kiew an die Macht gekommen ist, nicht anzuerkennen.

Darüber hinaus fordern die Teilnehmer der Aktion, die Verfassung der Krim von 1992 wieder in Kraft zu setzen, laut der die Vollmachten der Krim wesentlich breiter waren: Die Republik Krim hatte ihren Präsidenten und durfte eine unabhängige Außenpolitik betreiben.

Ferner fordern die Teilnehmer ein Referendum über die weitere Entwicklung der Region: Soll die Krim eine Autonomie im Bestand der Ukraine bleiben, ein unabhängiger Staat werden oder in die Russische Föderation aufgenommen werden.

RIA Novosti

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