Jaguar F-Pace gibt die Katze im Gelände – Erstes SUV der Marke mit noch mehr Komfort und neuen Motoren

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Jaguar F-Pace.
Jaguar F-Pace. © Jaguar

Berlin, Deutschland (Weltexpress). F-Pace nennt sich das erste SUV von Jaguar, das auf der Plattform der Mittelklasse-Limousinen XE und XF aufbaut. Doch anders als diese, präsentiert sich der 4,73 Meter lange F-Pace kräftig und robust in Draufgängerart, mit langem Radstand und kurzen Überhängen, mit Schluppen bis zur Größe von 22 Zoll und immerhin 21,5 Zentimetern Bodenfreiheit fürs Gelände.

Bei aller Robustheit umgibt den F-Pace eine relativ leichte Karosserie, die zu 80 Prozent aus Aluminium besteht. Die beeindruckende Front wird durch einen großen Kühler-Schlund und schmale Katzenaugen dominiert, und am Heck thront ein großer Spoiler. Die Passagiere können sich in der geräumigen Kabine unterordentlich ausbreiten, und ins Gepäckabteil passen mindestens 650 Liter – das ist mehr, als viele Wettbewerber schaffen.

Mit Dual-View-Technologie

Jaguar F-Pace.
Jaguar F-Pace. © Jaguar

Das Interieur wirkt hochwertig, und die edlen Materialien sind aufwändig und sauber verarbeitet. Mehr Komfort bieten unter anderem die neuen Vordersitze mit flügelartig geformten Kopfstützen, die elektrisch in der Höhe verstellbar sind. Die Einstellung der seitlichen Elemente erfolgt manuell. Außerdem steht die Dual-View-Technologie für das 10,2-Zoll-Touchscreen-Farbdisplay zur Verfügung.

Zwei neue Systeme ergänzen das Angebot an Fahrhilfen. Das Kollisionswarnsystem bei Vorwärtsfahrten als Teil des Surround-Kamerasystems unterstützt den Fahrer, wenn die Sicht nach vorn eingeschränkt ist. Über eine nach vorn gerichtete Kamera im Kühlergrill erkennt das System Objekte, die die Fahrbahn kreuzen. Besteht eine direkte Kollisionsgefahr, erfolgt eine optische Warnung auf dem zentralen Infomonitor.

Erweiterte Parkhilfe

Jaguar F-Pace.
Jaguar F-Pace. © Jaguar

Das erweiterte Parkhilfe-Paket zeigt auf dem Touchscreen den für den Fahrer schwer einsehbaren Bereich direkt vor dem Fahrzeug an. Außerdem wird der projizierte Fahrweg anhand der aktuellen Lenkradposition deutlich gemacht. Sind die vorderen Einparksensoren aktiviert, werden auch Objekte vor dem Fahrzeug erfasst. So unterstützt die Führungshilfe bei Geschwindigkeiten von maximal 16 km/h beim Durchfahren von engen Passagen oder Umfahren von Hindernissen.

Das Totwinkel-Warnsystem arbeitet durch die Vernetzung mit dem Kollisionswarnsystem und der elektrohydraulischen Servolenkung nun noch besser. Erkennt der Assistent bei einem eingeleiteten Spurwechsel ein sich schnell näherndes oder bereits im toten Winkel fahrendes Fahrzeug, hält er das Fahrzeug durch ein sanftes Gegenlenken in der Spur. Mit dem auf Wunsch erhältlichen konfigurierbaren Fahrprogramm-Modus Dynamic kann das Fahrzeug noch individueller auf den Fahrer abgestimmt werden. Aktiviert wird das Dynamikprogramm per Tastendruck auf der Mittelkonsole. Außerdem kann ein System zur variablen Einstellung der Dämpferraten geordert werden.

Als Antriebe standen zunächst zwei Benziner und zwei Diesel mit einem Leistungsspektrum von 180 PS bis 279 kW/380 PS zur Wahl. Vor kurzem wurden zwei neue Turbo-Benziner der Ingenium-Baureihe mit 147 kW/200 PS beziehungsweise 184 kW/250 PS, ein 177 kW/240 PS starker Twinturbo-Diesel sowie der 120 kW/163 PS starke Einstiegs-Diesel nachgeschoben. Die neuen, besonders leichten Motoren arbeiten mit hoher Effizienz. So schafft der F-Pace mit dem größeren der beiden Ottos den Spurt von Null auf 100 km/h in nur 6,8 Sekunden und verbraucht im Schnitt 7,4 Liter pro 100 Kilometer.

Noch genügsamer ist der neue Einstiegs-Diesel mit 120 kW/163 PS. Sein Normverbrauch wird mit 4,8 Litern pro 100 Kilometer angegeben – das entspricht einem CO²-Ausstoß von 126 Gramm pro Kilometer. Sein maximales Drehmoment von 380 Nm wird über ein Sechsgang-Schaltgetriebe an die Hinterachse geleitet.

Topmodell mit V6-Motor

Topmodell ist weiterhin der F-Pace mit dem bärenstarken Sechszylinder-Kompressor, allen möglichen technischen Schikanen wie der variablen Dämpferregelung Adaptive Dynamics, 22-Zoll-Leichtmetallrädern und Ledersitzen mit Kontrastnähten. Der Topmotor beschleunigt das in diesem Falle 1861 Kilogramm schwere SUV in 5,5 Sekunden von Null auf 100 km/h. Dabei bleibt das Triebwerk absolut kultiviert und angenehm leise.

So souverän wie der Antrieb arbeitet auch die Bremsanlage. Aber auch der große Diesel hat es in sich. Er bietet mit 700 Nm das absolut beste Drehmoment der Baureihe, und mit ihm schafft der F-Pace mit 6,2 Sekunden fast die Beschleunigungszeit der Kompressor-Version. Perfekt zu beiden Aggregaten passt die Achtstufen-Automatik.

Gute Figur auch im Gelände

Jaguar F-Pace.
Jaguar F-Pace. © Jaguar

Doch auch im Gelände macht der F-Pace mit einer Watttiefe von 525 Millimetern und Böschungswinkeln von 25,5 Grad vorn sowie 26 Grad hinten eine gute Figur. Dabei unterstützen Assistenzsysteme wie die Vorwärtsfahr-Kontrolle ASPC (All Surface Progress Control). ASPC ist serienmäßig in den F-Pace mit Automatikgetriebe verbaut und eigentlich für das problemlose Starten auf unterschiedlich griffigem Straßenbelag gedacht.

Damit kann der F-Pace aber auch fast autonom unwegsame Steigungen nehmen. Das System wird über einen Knopf aktiviert, mit den Lenkradtasten wählt man die Geschwindigkeit. Dann heißt es, Fuß von der Bremse – und los geht es! Nur lenken muss der Fahrer noch allein. Und das sollte auch so bleiben.

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