Grottoneum – neue Attraktion im Saalfelder Feengrottenpark

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Saalfeld (Weltexpress) - Fast auf den Tag genau 97 Jahre nach der Eröffnung der Saalfelder Feengrotten in dem ehemaligen Alaunschieferbergwerk „Jeremias Glück“ öffnete im Juni das Grottoneum, ein Mitmach-Museum der besonderen Art. Die neue Attraktion im Feengrottenpark kann in den Raumen der einstigen Mineralwasserabfüllanlage besichtigt werden.

„Wir möchten unseren Besuchern neben dem Schaubergwerk etwas ganz Besonderes bieten. Erlebnisorientierte Wissensvermittlung steht dabei an erster Stelle“, so Yvonne Lenz-Habermann, Geschäftsführerin der Saalfelder Feengrotten- und Tourismus GmbH. Lernen durch Spaß ist die Devise des neuen Museums, das multimedial und interaktiv viele Informationen rund um die Themen Bergbau, Mineralien und Tropfsteiner anschaulich vermittelt. Hier kann man u. a. erfahren, welche Faktoren einen Tropfstein schneller wachsen lassen oder kann sich in die faszinierende Welt der Minerale zoomen. Mit über 100 nachgewiesenen Farbtönen stehen die Saalfelder Feengrotten als farbenreichste Schaugrotten der Welt im Guinessbuch der Rekorde. Im Grottoneum kann man die einzigartige Farbenpracht ganz aus der Nähe betrachten und dabei zugleich einen interessanten Rundgang durch die Geschichte der Feengrotten unternehmen, die vor 440 Millionen Jahren begann. Von 1530 bis 1850 hatten Bergleute im Gebiet des heutigen Schaubergwerks den schwarzen Alaunschiefer auf mehreren Sohlen (Ebenen) abgebaut. Das stark mineralhaltige Tropf- und Quellwasser hat im Lauf der Jahrhunderte in den verlassenen Hohlräumen eine imposante Welt geschaffen, die einem ständigen natürlichen Wandel unterliegt. In kleinen Seen spiegeln sich bizarre Tropfsteine, die in den Feengrotten jährlich bis zu drei Zentimeter wachsen können. Prunkstück ist der „Märchendom“ mit der „Gralsburg“ und den malerisch darüber hängenden Deckentropfsteinen (Stalagtiten). Vor der traumhaften Kulisse in Saalfelds „märchenhafter Unterwelt“ haben sich bereits zahlreiche Paare das JA-Wort gegeben. Im „Emanatorium“ auf der oberen Sohle nutzen Gäste dagegen die gesundheitsfördernde Wirkung der Feengrottenluft. Bereits 1937 war hier der erste Heilstollen Deutschlands eröffnet worden. Mit einem Kombiticket können die Feengrotten (bisher über 18 Millionen in- und ausländische Gäste), das Feenweltchen und das Grottoneum innerhalb von drei Tagen besucht werden. Durch die rollstuhlgerechte Gestaltung des Grottoneums können nun auch mobilitätseingeschränkte Personen Thüringens Wunderwelt unter Tage erleben. Zudem ermöglicht ein Kino mit 120 Grad-Projektion auch Menschen mit Gehbehinderung oder Platzangst das einzigartige Erlebnis Feengrotten.

Am 26. Juni 2011 startet das 4. Saalfelder Feenfest für die ganze Familie u. a. mit der Prämierung der schönsten Kostüme um 11 und 15 Uhr. Nach dem Besuch der Feengrotten-Erlebniswelt lädt Saalfeld, die Steinerne Chronik Thüringens, zu weiteren interessanten Entdeckertouren ein. Leckere Bratwürste vom Holzkohlegrill und Thüringer Klöße sorgen dabei für die nötige Stärkung.

Mit einem zünftigen „Glück auf!“ grüßt aus Saalfeld unser WELTEXPRESS-Autor Hans-Peter Gaul.

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Feenfon: 03671/55040, Website: www.feengrotten.de

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