Ganz aktuell – Skireporter unterwegs … in St. Anton am Arlberg

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Blick von der Ballungsraum zum Schindlerkar. C Tourismusverband St. Anton am Arlberg
St. Anton, Österreich (Weltexpress). Wer jetzt im beginnenden Frühjahr morgens in seinen Plastikstiefeln mit den Ski auf den Schultern durch die Fußgängerzone von St. Anton zu den Talstationen der Bergbahnen stapft, den erwartet meist einer dieser grandiosen Skitage, über die man nachmittags, in den Sonne sitzend, mit Bekannten oder Freunden gern noch länger plaudert. Alle Stühle vor den Cafés und Bars im Freien sind dann besetzt.

Nach einem ereignisreichen Skitag gibt es viel zu erzählen, vor allem von grandiosen Firnabfahrten abseits präparierter Pisten. Oft liegt das Glück ganz nah. So ziehen sich auf der Rückseite des Galzig einige grandiose Varianten bis an den Ortsrand von St. Christoph hinunter. Am Kapall bieten zur richtigen Uhrzeit die Hänge ins Mattun genussreiche Firnschwünge, ebenso auf der anderen Talseite am Rendl die Hänge abseits der in die Jahre gekommen Maass-Sesselbahn hinunter ins Moostal. Und wer morgens nach beglückenden Skitagen kurz vor der Heimfahrt noch ein oder zwei Stunden Zeit hat, der findet – so wie wir – auf den Hängen unterhalb des Gampen entlang der Weltmeisterschaftspiste ein letztes Firnvergnügen.

Für die meisten, weiter abseits liegenden Abfahrten sollte man sich einem Skiführer anvertrauen. Der weiß nicht nur, welche Variante zu welcher Zeit am besten zu befahren ist; er kennt auch das Risiko und kann die Lawinengefahr richtig einschätzen. Dies gilt beispielsweise für die Varianten von der Albona ins Verwalltal oder nach Langen, für die – wie für alle anderen Variantenabfahrt im ungesicherten alpinen Bereich auch – eine adäquate Ausrüstung (Lawinenrucksack und Piepser) erforderlich ist.

Doch auch auf den Pisten garantiert St. Anton jetzt im Frühjahr unvergessliche Tage. Wenn die Sonne die Schneehänge allmählich erwärmt, bringen die derzeit noch dick verschneiten, aufgefirnten Pisten vom Gampen bis an den Dorfrand den ersten Skigenuss. Später geht es weiter hinauf zur 2660 m hohen Schindlerspitze, Ausgangspunkt der rasanten Abfahrt durchs Schindlerkar. Danach lohnt ein Ausflug durchs Valfagehr an der Alpe Rauz vorbei zur Albona in Stuben. An der Uraltsesselbahn (1985) auf diesen grandiosen Skiberg herrscht derzeit häufig größeres Gedränge. Aber vielleicht ist es damit bald vorbei, wenn im Rahmen des geplanten Seilbahnprojekt von der Alpe Rauz nach Zürs die neue Albona-Bahn in Betrieb geht.

Mittags lockt im riesigen Skigebiet die sonnige Terrasse eines der 18 Bergrestaurants, wie die vom Berghaus Stuben, auf der wir es uns gut gehen ließen. Später, nach dem Skitag, zieht es viel in die Freizeitoase Arlberg-Well.com mit Sauna, Schwimmbad und Massage. Doch auch die meisten Hotels in St. Anton bieten heute ihren Gästen Wellness pur, wie das älteste Hotel im Ort, der "Schwarze Adler", dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Das Haus hat seinen Wellnessbereich gerade üppig ausgebaut und ein Schwimmbad im Freien oben drauf gesetzt, um auch für die immer zahlreicher werdenden Gäste, die nicht nur Ski fahren wollen, ein Angebot zu haben, so der Hotelchef Franz Tschol. "Vor allem Frauen, die nicht jeden Tag bis zum Sonnenuntergang auf der Piste sein wollen, nehmen das Angebot gerne an." Winterliche Freizeitangebote, wie Schneeschuhwandern, Langlauf und Rodeln, werden für St. Anton generell immer wichtiger. Das Nonplusultra ist der Winterklettersteig auf mehr als 2500 m Höhe entlang des Riffelgrats zur vorderen Rendlspitze, auch wenn dieses extreme Angebot bestimmt nicht jedermanns Sache ist.

Weitere Informationen:

Tourismusverband A-6580 St. Anton am Arlberg, Tirol, Österreich, Telefon: +43 544622690, Fax +43 54462532, Email: info@stantonamarlberg.com

Die Wintersaison endet mit der Schneewoche am 25. April 2015 (7 Tage Übernachtung mit Frühstück, Sechs-Tage-Skipass im gesamten Arlbergskigebiet ab 399 Euro).
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