Flüchtlinge und Hunde – das gute Geschäft mit dem Mitleid

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Menschen und Hunde und umgekehrt.
Ohne Worte. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Tausende und Abertausende von engagierten Tierschützern werben für ihre Arbeit mit Slogans wie diesem: „Wir helfen Tieren in Not.“ Ob der „Tierschutzbund“, ob die „Vier Pfoten“ oder die militanten Mitarbeiter von „PETA“, sie setzen sich für unsere vierbeinigen Freunde ein und retten sie häufig vor Leid, Elend oder gar dem Tod.

Beseelt von ihrem Tun, manche fanatisch und militant, oft auch ganz und garnicht uneigennützig, setzen sie sich für die Bergung und Rettung für die gepeinigten Tiere ein. Doch der Grat zwischen dem Gebotes der Menschlichkeit und übelster Geschäftemacherei ist verdammt schmal und für Außenstehende selten durchschaubar. Oft genug siegt die mitfühlende Menschenseele, die sich eines verwahrlosten oder kranken Vierbeiners erbarmt und sich manchmal damit gleichzeitig ein anerkennendes Alibi für eine gute Tat einkauft.

Wahre Horrorfotos werden in Netzwerken verbreitet. Broschüren und Flugblätter mit grausam gequälten Tieren werden millionenfach gestaltet, gedruckt, mit ergreifenden und anrührenden Texten unterlegt und dann unter die Leute gebracht. Es werden Tierquäler angeprangert und geoutet, mit Recht. Der Slogan „Auch Tiere haben eine Seele“ ist ein Klassiker, mit dem man beim Tierfreund ein verdammt schlechtes Gewissen erzeugt. Leid als Geschäftsmodell.

Hilfreich sind Abbildungen von halb verhungerten und bis auf die Knochen abgemagerte Vierbeiner mit traurigen Augen und erbarmungswürdigem Zustand. Sie sollen die Herzen anrühren, an die Menschlichkeit appellieren, einem dieser armen, geretteten Wesen ein neues, glückliches Zuhause, Freude und Liebe zu schenken. Aus dem Blickwinkel echter Hilfsbereitschaft gesehen, ist der Schritt, ein Tier von seinem Elend zu erlösen, ein zutiefst humanistischer, der zugleich auch eine Bereicherung sein kann. Man hat an seiner Seite einen treuen Freund und oft auch ein neues Familienmitglied.

Niemand aber käme auf den Gedanken, diese traurige Wirklichkeit auch auf die Millionen Flüchtlinge zu übertragen, die vor Hunger, Armut, Krieg und Versklavung flüchten und nun zu Hunderttausenden an afrikanischen Ufern bei glühender Hitze und unwürdigen Umständen ausharren. Sie alle haben ein Ziel: Ein besseres Leben. Die Mechanismen der Helfer für Migranten, die unter dem Label des Humanismus und der Menschlichkeit mit den exakt gleichen Verfahren und Methoden Europas Bürger mit menschlich erscheinenden Rettungsmaßnahmen in die Knie zwingen wollen, ähneln denen der Helfer für Hunde. Dafür sorgen vor allem Medien, die uns nicht nur ein sozial erwünschtes Menschenbild aufoktroyieren, sondern auch einer Regierungsdirektive folgen. Kaum jemand registriert den Hintergrund. Not und Leid ist ein boomendes Geschäft.

Es werden Bilder von schrecklichen Kriegen produziert, von Ertrinkenden im Mittelmeer, von gequälten Flüchtlingen in afrikanischen Lagern und vorzugsweise von Müttern, deren Kleinkinder mit großen Augen in die Kameras blicken. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwelche Fernsehsender, Zeitungen, Netzwerker oder Medienschaffende uns mit Berichten konfrontieren, die geeignet sind, ganze Nationen zu spalten, anstatt mit dem Finger auf die Verursacher zu deuten. Mit der Überlegenheit eigener Moral, mit der unantastbaren Führerschaft grünroten Ethos wird medial angeprangert, appelliert und geoutet, was das Zeug hält. Ergebnis: Eine enorme Sogwirkung für die Ärmsten der Armen, für Menschen, deren Lebensperspektive nicht mehr umfasst als Raub, Mord, Gewalt, religiöser Fanatismus, Unterdrückung und Menschenverachtung.

Doch im Falle der kommerziell aufgezogenen Flüchtlingshilfe trifft es die Falschen, also nicht etwa die Verursacher, die Kriegstreiber, Waffenlieferanten, Regierende und Politiker, sondern die zur Moral verpflichteten Bürger, die mittlerweile nicht mehr helfen wollen, nicht mehr können und völlig überfordert sind. Denn eines ist klar und das ist eine Binsenweisheit: Selbst bei bestem Willen können Tierfreunde weder allen Hunde dieser Welt ein Heim bieten, noch können einzelne Nationen alle Menschen dieser Welt in ihrem Land beherbergen.

Ja, es könnte einem das Herz im Leib zerreißen, angesichts des Elends, das in manchen Ländern dieser Welt herrscht, besonders dann, wenn wir die Dinge nur vom Ende her betrachten. Denn je mehr Hunde ein neues Heim finden, desto schneller produzieren verantwortungslose Tierschänder in Rumänien, Bulgarien oder China Nachschub. Jede arme Kreatur mehr bedeutet bares Geld. Und jeder Käufer eines solchen Wesens animiert die Tierverbrecher dazu, noch mehr vierpfotige Gebärmaschinen zu Hochleistungsproduzenten heranzuziehen. Der Markt wird plötzlich von kranken, verkrüppelten, verwahrlosten und heruntergekommen Tieren überschwemmt.

Ähnlich funktioniert diese Cashcow auch mit Menschen. Es ist eine nicht enden wollende und unbarmherzige Elends-Maschinerie, die über Ausbeutung, Waffenlieferungen, Kriege und Unterjochung immer neue Flüchtlinge produziert, die wiederum von Menschenfreunden wie Flüchtlingshelfern, NGO’s, Gutmenschen und Kirchen gerettet und untergebracht werden. Vorzugsweise in Europa, besonders beliebt ist dabei die Bundesrepublik Deutschland, allerdings mit einem klitzekleinen Unterschied. Ein geretteter Hund, gesund gepflegt, gut untergebracht und versorgt, geht seinem Herrchen äußerst selten an die Kehle. Er legt keine Bombe und vergewaltigt nicht sein Frauchen. Denn wäre es so, landete ein solcher Hund schnell in der Tötungsanstalt.

Gerade wurden an der spanischen Küste wieder weit über eintausend Flüchtlinge gerettet. Gleiches tun die Tierschützer, die mit Transportfahrzeugen nach Rumänien fahren und Tausende Hunde vor dem Hungertod retten und ungefragt über die Grenzen nach Deutschland bringen. Werden sie erwischt, drohen diesen Tierschleusern saftige Strafen. Nichts anderes tun die NGO’s – selbst deren Alibis gleichen sich. Moneten für Moral.

Mir ist völlig klar: Tierschützer werden jetzt empört aufjaulen, mich einen Schweinehund nennen und im Brustton der Überzeugung erzählen, dass sie aus reiner Tierliebe handeln, wenngleich die Kassen jener Tierhilfsorganisationen meist gut gefüllt sind. Mit der gleichen Empörung werden mir Moralisten, Ethiker und unbelehrbare Helfer mit blank geputzten Heiligenscheinen begegnen, die mir vorwerfen, dass ein solcher Vergleich schändlich, ja, haarsträubend sei. Sie alle mögen ihre eigene Treppe fegen.

Das Geschäft mit Hund und Flüchtling folgt exakt den Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen der Marktwirtschaft. Bedarfsweckung und Bedarfsdeckung, es unterscheiden sich lediglich die Marketingmethoden. Die Merkel-Regierungen bewilligen wie blöde Waffenlieferungen und tragen indirekt dazu bei, neue Flüchtlinge zu produzieren. Gleichzeit sorgt sie für den Export billiger Nahrungsmittel beispielsweise nach Afrika. Dadurch wird zwingend die Existenzgrundlage afrikanischer Bauern komplett zunichte machen.

Doch auch hier können wir einen kleinen, allerdings ziemlich pervertierten Unterschied zwischen Tier- und Menschenrettung beschreiben. Die große Retterin, Frau Angela Merkel (CDU), wirbt für Menschlichkeit und Humanismus. Der selbst gewählte Gottesdienst heißt Rettung heimischer Arbeitsplätze in der Waffenindustrie, die beste Geschäfte mit dubiosen afrikanischen Regenten macht. Das setzt der Scheinheiligkeit unserer regierenden Samariterin die Krone auf. Wer, bitte, bringt Merkel und Mitgliedern ihrer Regierung bei, dass im Land der Humanisten, Samariter und blauäugiger Helfer die Grenzen der Mildtätigkeit längst überschritten sind? Während der Import von Hunden zumeist nur mit Impfpass und gültigen Papieren erfolgt, sorgen unsere gewerbsmäßigen Humanisten für die Besucher aus Afrika nicht nur für grenz- und kontrollfreie Niederlassung, sondern auch für kostenfreie Unterbringung.

Man kann es betrachten wie man will. Das Geschäft mit Hunden und Flüchtlingen floriert gleichermaßen, ob auf dem Mittelmeer oder in den desolaten Tierheimen in Osteuropa. Ob es um Tierarztrechnungen oder Gesundheitschecks in Kliniken geht, oder um die Anschaffung von Hundekörbchen, Leine und Fressnapf oder es sich im Falle der Flüchtlinge um Wohnung, Sicherheit und Nahrungsmittel handelt, Methoden, Verfahren und Vorgehensweisen sind die gleichen.

Was für eine pervertierte Welt, bei der Politiker und ihre Unterstützer sich mit Blick auf ihre Wirtschaft die Hände reiben und sich gleichzeitig einer Mitleids-Sprache bedienen, die den Bürger in die Verantwortung nimmt und ihn schröpft bis aufs Blut. Wie sagt man so schön? Den letzten beißen eben die Hunde.

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von Claudio Michele Mancini wurde im Scharfblick am 29.7.2018 erstveröffentlicht.

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