„Ein Kasperle des Kapitals“ wird abgelöst – Steinmeier wird Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

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Frank-Walter Steinmeier im Februar 2014 in München. Quelle: Wikipedia, CC BY 3.0 de, Foto: Mueller / MSC

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Heute wird hier in Berlin Politik inszeniert. Wieder einmal. Dieses Mal wird ein neuer Schlossherr im Reichstag ausgerufen. Wahl wird das genannt. Schlimmer noch: Thomas Oppermann, SPD-Fraktionsvorsitzender im Bundestag, sieht darin „einen großen Tag für die Demokratie“ und ruft „ein Fest für die Demokratie“ aus. Kein Wunder, wird doch Frank-Walter Steinmeier, der unter Bundeskanzler Gerhard Schröder Chef im Kanzleramt war und von dort aus die Agenda 2010 maßgeblich mitbestimmte, später als Bundesminister des Auswärtigen nicht nur für deutsche Waffenexporte oder den Vorstoß deutscher Soldaten an die Grenze der Russischen Föderation Verantwortung trägt, sondern auch noch für viele Tote und Verletzte in Kriegen, an denen sich Deutsche beteiligen, heute zum Bundespräsidenten ernannt. Wahl sollte das Spektakel nicht genannt werden, denn das Ergebnis, eine überwältigende Mehrheit für Steinmeier, steht fest.

CDU und CSU weigerten sich, einen eigenen Bewerber zu benennen und verweigerten sich der Demokratie. Die einzige Alternative ist Christoph Butterwegge, der von der Partei Die Link nominiert wurde und die Gunst der Stunden nutze, um den Abbau der sozialen Errungenschaften durch SPD-Politiker wie Steinmeier zu kritisieren. „Um ein weiteres Auseinanderfallen der Gesellschaft zu verhindern, brauchen wir als materielle Grundlage eine Umverteilung von oben nach unten“, erklärte der Armutsforscher mehrfach. Er plädierte dafür, die Vermögenssteuer wieder einzuführen, den Einkommens-Spitzensteuersatz zu steigern, die Mehrwertsteuer, die Geringverdiener hart treffe, zu senden und so weiter und positionierte sich damit gegen die SPD-Politik.

Ein Bewerber der Partei der Besserverdienenden (FDP) wäre ein Spaß gewesen wie Guido Westerwelle einer war.

Die Zählkandidaten der Resterampe dieser Berliner Republik sind der reiseaffine Engelbert Sonneborn, Alexander Hold, aufgestellt von den Freien Wählern, und Albrecht Glaser, ein 75-jähriger rechter Jurist und „Volkstribun“ der Alternative für Deutschland (AfD).

Immerhin einer zeigt sich menschlich. Peter Harry Carstensen bleibt der hündischen Inszenierung von Politik fern und kümmert sich um seinen kranken Hund. Auch ohne ihn wird Joachim Gauck, „ein Kasperle des Kapitals“ (Jürgen Roth), von Steinmeier abgelöst werden.

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