DVV-Männer unterlagen im Halbfinale Olympiasieger Russland mit 1:3 und verpassen die direkte Qualifikation für Olympia 2016

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© Foto: Winfried Laube, 2016
Berlin, Deutschland (Weltexpress). Nach den drei Siegen in der Vorrunde gegen Belgien, Serbien und Polen fand am Samstag der Höhepunkt der europäischen Olympia-Qualifikation der Männer im Volleyball statt.

Für die DVV-Männer war der Höhepunkt allerdings ein Tiefschlag. Sie kassierten im Halbfinale ihre erste Niederlage und verpaßten damit die direkte Qualifikation für die Olympia 2016 in Brasilien.
Gegen Olympiasieger Russland verlor die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen vor 6.900 Zuschauern 1:3 (33-31, 22-25, 19-25, 24-26) und muss am heutigen Sonntag das Spiel um Platz drei gewinnen, um sich als Dritter die zweite Qualifikationschance zu sichern.
Die Niederlage war der 103. Vergleich zwischen einer deutschen und russischen Männer-Nationalmannschaft (inklusive der Vorgängerstaaten). Die Bilanz sprach eindeutig für den Gast, der davon 73 Spiele gewinnen konnte. Zuletzt konnten die DVV-Männer die Bilanz aber ausgeglichen gestalten, sowohl bei den European Games in Baku als auch bei zwei Länderspielen in Vorbereitung auf die EM 2015 hieß es Sieg und Niederlage. Dementsprechend mussten die Chancen auf ein Weiterkommen eingeschätzt werden.
Bundestrainer Vital Heynen brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wenn wir alle unseren besten Volleyball spielen, können wir den Olympiasieger schlagen. Wenn nicht, wird es schwer für uns. Das ist kein Problem, das passiert im Sport. Wir haben heute zu viele eigene Fehler gemacht, das kann man sich gegen ein Team wie Russland nicht erlauben. Wir haben jetzt noch 18 Stunden für das Spiel um Platz drei. Es geht um Alles oder Nichts.“
Damit meinte er meiner Meinung nach vor allem Superstar Georg Grozer, der heute ein Totalausfall war.
Der sonst so sichere Rückhalt seiner Mannschaft fand das ganze Match über nicht zu seinem Spiel und war durch seine Fehler maßgeblich an der Niederlage beteiligt.
Russlands Trainer Vladimir Alekno zeigte sich nach dem Sieg zufrieden und meinte: "Wieder einmal, wie in der Vergangenheit oftmals, war Sergey Tetyukhin der Spieler des Spiels. Wir sind ihm sehr dankbar und können ihm nicht genug danken für das, was er für den russischen Volleyball getan hat."
Heute heißt der Gegner der deutschen Mannschaft wieder Polen. Der Weltmeister verlor nämlich am Samstagabend sein Halbfinalspiel gegen Europameister Frankreich mit 0:3 Sätzen.
Wenn die deutschen Volleyballmänner heute gegen Polen gewinnen, dann erhalten sie bei einem Turnier in Japan eine erneute Chance, dass Ticket für Olympia 2016 zu buchen.
Gegen Polen müssen erneut die Ärmel hochkrempelt werden, denn der Weltmeister wird wieder von über 3.000 mitgereisten fanatischen Fans unterstützt werden, die dieses Spiel zum Heimspiel für unseren Nachbarn machen möchten.
Doch das war im ersten Spiel dieses Qualifikationsturniers in Berlin auch so. Am Ende konnte Deutschland gewinnen.
Im Endspiel stehen sich heute noch Frankreich und Russland gegenüber. In der Vorrunde siegten die Franzosen 3:1.
Statistk zum Spiel
Startformationen Deutschland: Lukas Kampa, Georg Grozer, Denis Kaliberda, Christian Fromm, Marcus Böhme, Philipp Collin, Markus Steuerwald/Ferdinand Tille
Startformationen Russland: Sergey Grankin, Maxim Mikhaykov, Andrey Ashchev, Alexander Volkov, Egor Kliuka, Sergey Tetyukhin, Alexey Verbov
Spielfilm: 1. Satz: 4-2, 7-4, 10-6, 12-9, 12-11, 16-15, 18-18, 20-21, 21-21 (Dünnes/Steuerwald für Kampa/Böhme), 21-22 (Kampa/Böhme zurück), 23-23, 24-23, 25-24, 26-25 (Hirsch für Grozer), 26-26 (Grozer zurück), 26-27, 28-27, 29-28, 30-31, 32-31
2. Satz: 4-2, 4-6, 6-10, 10-13 (Hirsch für Grozer), 16-14, 19-16, 19-19, 19-20 (Grozer zurück), 20-20 (Steuerwald/Dünnes für Böhme/Kampa), 20-21 (Kampa/Böhme zurück), 22-23, 22-24
3. Satz: 2-5, 4-8, 8-11, 10-15, 13-19, 16-22, 18-24
4. Satz: 4-4, 10-8, 13-12, 14-16 (Grozer für Hirsch), 18-18, 18-21, 19-21 (Steuerwald/Dünnes für Kampa/Böhme), 22-22, 22-23 (Kampa/Böhme zurück), 23-24, 24-25
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