Drei Engel für Christian Schmidt

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Christian Schmidt.
Christian Schmidt. © Christian Schmidt MdB

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Welcher Mann mit Hoden kennt sie nicht, die drei Engel für Charly? Und Hoden, in denen neben Sperma Sexualhormone – vor allem Testosteron – hergestellt werden, muss Mann haben, um die drei Engel, die unter der Wirkung von Alkohol, Zigaretten und Botox versuchten, Leuten zu helfen, die keine Hilfe brauchten und sich mit so genannten „gefährlichen Typen“ prügelten, welche morgens noch nicht einmal alleine ihre Flasche Milch öffnen konnten, gut und geil zu finden. Bei „Drei Engel für Charly“ mussten sich die Schöpfer der Handlung keinen Gedanken um eine solche machen, denn bei den Männern, welche die hirn- und handlungsfreien Filme mit den Engel, die gerne im Bikini in schnellen Schlitten saßen, um durch die Großstädte dieser Neuen Welt zu rasen, sahen, hatte der Kopf Pause.

Die Alphabetisierung der drei Kleiderständer mit Fönfrisur, deren Mimik zwischen Mode und Makeup steckenblieb wie mancher SUV im Sand der Sahara und deren Gestik bis zum Hosengrütel reichte, reichte bis zum Buchstaben E wie Engel. Mehr war nur beim dahingestöhnten Jaaaaa und Ohhhhn nötig, wenn der mysteriöse Chef namens Charly anrief.

Und mehr ist hier und heute nicht nötig, wenn statt Charly Christian Schmidt (CSU) zum Hörer greift. Schmidt, der für Glyphosat nicht nur in Berlin sondern auch in Brüssel schon mal im echt autonomen Fahrmodus unterwegs ist, rief kürzlich als geschäftsführender Bundesverkehrsminister die Vorstandsvorsitzenden der drei deutschen Autohersteller BMW, Daimler und VW an, weil sie trotz Verkündungen auf dem Dieselgipfel der Bundesregierung im Sommer 2017 nicht lieferten. Gut, Software-Updates bei zwei, drei Millionen Autos sollen zugesagt worden sein. Mit den Updates wollen die Autobauer laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 5,3 Millionen Diesel-Pkw der Schadstoffklassen Euro-5 und Euro-6 nachrüsten. Dies betrifft nach BMWI 3,8 Millionen Autos des VW-Konzerns (einschließlich der 2,5 Millionen, für die bereits eine Software-Aktualisierung angeordnet wurde), mehr als 900.000 Pkw des Daimler-Konzerns und mehr als 300.000 BMW sowie Fahrzeuge von Opel. Am Ende soll mit dieser Maßnahme der Stickoxid-Ausstoß dieser Pkw um 25 bis 30 Prozent gesenkt werden. Auf den Kosten bleiben die Hersteller sitzen.

Der Bund sicherte auf dem „Nationalen Forum Diesel“ im August 2017 zu, einen Fonds von bis zu einer Milliarde Euro aufzulegen, um Maßnahmen in Kommunen zu fördern. Doch die Autobauer wollten offensichtlich die vergangenen Wochen und Monate nicht zahlen. Immerhin sagten die drei Engel der deutschen Autobranche zu. BMW, Daimler und Volkswagen wollen jetzt 250 Millionen Euro übernehmen und damit ner Anteil aller Autobauer. Die drei Engel für Christian Schmidt werden die „gefährlichen Typen“, die unsere Luft verpesten, verprügeln. Großes Kino!

Schmidts Forderungen an alle ausländischen Autobauer, diese mögen sich am Fond beteiligen, liefen ins Leere. Der Minister würde das bedauern, heißt es im Ministerium. Nach Maßnahmen gefragt, die den Forderungen des Ministers hätten Nachdruck verleihen können, erhielten wir die Auskunft, dass es keine gegeben hätte. Jaaaaa! Ohhhhh!

Einfach so weigerten sich alle ausländischen Autobauer bis heute auch nur einen Cent für bessere Luft in deutschen Innenstädten zu zahlen. Geplant war, dass sie 100 Millionen Euro der eine Milliarde Euro übernehmen. Immerhin, es gibt die Engel von BMW, Daimler und VW. Die müssen für Christian Schmidt und die Städte in Deutschland reichen.

Mit der Milliarde aus dem Fond soll laut BMVI (31.1.2018) „die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs und die Errichtung von Ladeinfrastruktur“ bezahlt werden. Außerdem soll das Geld „für die Digitalisierung von Verkehrssystemen sowie zur Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen“ ausgegeben werden.

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