Deutschland, die Cash-Cow Anatoliens

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Quelle: Pixabay

München, Deutschland (Weltexpress). Wer in Deutschland kennt schon das internationale Sozialversicherungsabkommen? Kaum jemand. Und weil das so ist, sollte jeder krankenversicherte Bürger unseres Landes sich Zeile für Zeile genussvoll auf der Zunge zergehen lassen, damit er auch weiß, auf welche Weise er von Politikers Gnaden ausgeplündert wird.

Im Jahr 1964 wurde in der Bundesrepublik das „deutsch-türkische Sozialversicherungsabkommen“ getroffen, das man in jüngster Zeit auf Länder wie Tunesien, Marokko und Syrien ausgeweitet hat. Kein Mensch zieht Politiker, die einen derartigen Missbrauch an den eigenen Bürgern begehen, zur Verantwortung. Im Gegenteil, sie wählen sie auch noch.

Zum besseren Verständnis nehmen wir einen türkischen Mitbürger als Beispiel. Der junge Mann aus Neukölln wird über eine geringfügige Beschäftigungsmaßnahme in einer Dönerbude integriert. Mit diesem kleinen Stups in Richtung Arbeitsmotivation ist er sofort gesetzlich krankenversichert. So weit, so gut. Unfassbar allerdings ist, dass gleichzeitig dessen gesamte Familie in der Türkei das deutsche Krankenversicherungssystem in Anspruch nehmen darf. Hier handelt es sich nicht etwa um eine Ausnahme oder einen Sonderfall, es ist seit Jahrzehnten gängige Praxis der Bundesrepublik. Weshalb sich kein Politiker dafür verantwortlich fühlt, eine solche Alimentierung auf Kosten deutscher Versicherter abzuschaffen, beweist eindrücklich das politische Desinteresse am eigenen Bürger.

Diese himmelschreiende Regelung der Krankenversorgung betreffen Oma und Opa, Kinder und Kindeskinder, Ehefrau und Eltern, Brüder und Schwestern, die noch niemals deutschen Boden betreten haben und allesamt in Anatolien leben. Sie partizipieren nun an umfassender Krankenversorgung mitsamt Medikamenten und Klinikaufenthalten. Was im ersten Augenblick wie ein schlechter Treppenwitz klingt, wird noch durch eine Raubtier-Sonderklausel getoppt.

Während in Deutschland die eigenen Eltern nicht bei den Kindern mitversichert sind, kann in der Türkei die gesamte Verwandtschaft zum Arzt gehen. Besser kann man es ja nicht haben. Denn nach der Behandlung rechnet der türkische Doktor seine Honorarnoten mit den deutschen Krankenkassen ab und greift vermutlich richtig zu. Man greift sich an den Kopf und fragt sich unwillkürlich, welcher politische Vollidiot an dieser Regelung mitgewirkt hat, die einerseits den deutschen Beitragszahler schlechter als den türkischen Mitbürger stellt, und andererseits den braven Michel mit immer höheren Versicherungslasten belegt.

Selbst, wenn der Leser nicht glauben sollte, dass das Irrenhaus in Berlin noch weit irrwitzigere Vereinbarungen treffen könnte, dem sei empfohlen, jetzt nicht mehr weiter zu lesen. Mehr als 33.000 Türken bedienen sich an dieser Regel, das den Krankenversicherten in Deutschland via erhöhte Beitragssätze aus der Tasche gezogen werden. Über die Kosten, die aus der Türkei deutschen Krankenkassen in Rechnung gestellt werden, geben weder unsere Regierung noch die Kassen selbst Auskunft. Die Schätzungen allerdings bewegen sich in Größenordnungen von mehreren Hundertmillionen Euro.

Gleiche Wohlfahrts-Abkommen hat die Bunderepublik mit Herzegowina, Kosovo, Marokko, Mazedonien, auch mit Montenegro, Serbien und Slowenien abgeschlossen. Selbstverständlich gehören auch Tunesien und einige andere Anrainer des Mittelmeeres zu unserem Wohlfahrtsabkommen. Auch hier werden jährlich immense Summen in Deutschland abgerechnet. Während dem deutschen Bürger in heftigen Debatten andauernd erklärt wird, dass die Gesundheitskosten exponentiell steigen, für die Krankenversorgung zu wenig Geld zur Verfügung stünde und in deutschen Pflegeeinrichtungen Lohndumping betrieben wird, zahlt die Solidargemeinschaft die Arztrechnungen für Familienangehörige im Ausland.

Alleine in den Jahren 2015 und 2016 gab die Bunderepublik 2,5 Milliarden Euro für die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen und Migranten aus. Dieses Geld hat man praktischerweise dem Gesundheitsfond entnommen, den der Mittelstand über Generationen erarbeitet und dann für die Vorsorge im Falle schwieriger Zeiten aufgefüllt hat. Auch im Jahr 2017 hat sich die Bundesrepublik sattsam mit 1,5 Milliarden Euro bedient, Geld, das eigentlich für außerordentliche Gesundheitsnotstände reserviert war. Wundert sich noch irgendjemand, weshalb unsere Gesundheitskosten explodieren?

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von Claudio Michele Mancini wurde im Scharfblick am 7. Dezember 2017 erstveröffentlicht. Alle Rechte beim Autor.

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