Deeskalation alternativlos – Zum Atomkonflikt zwischen Nordkorea und den USA

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Flugzeuge der südkoreanischen Luftstreitkräfte. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Der Atomkonflikt zwischen Nordkorea und den USA sowie Südkorea ist derzeit der Konflikt, der weltweit die größten Ängste auslöst. Nach den Tönen, die man aus Washington und Pjöngjang hört ist nicht auszuschließen, dass die USA über militärische Aktionen nicht nur redet, sondern Präsident Trump auch dazu entschlossen ist. Eine nichtmilitärische Lösung des Konfliktes ist jedoch unverzichtbar. Diese Feststellung war während der letzten Plenardebatte des Bundestages in der laufenden Legislaturperiode von allen Fraktionen zu vernehmen.

Wer eine nichtmilitärische Lösung des Konfliktes anstrebt, muss darauf verzichten, von der Gegenseite Zugeständnisse zu fordern, die einen Gesichtsverlust bedeuten. Der Besitz von Atomwaffen, der fälschlicherweise vom nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un als Sicherheit für sein Land interpretiert wird, führt im Gegenteil zu mehr Unsicherheit in der Region und in der Welt. Dieser Fehlinterpretation sitzen leider nicht nur Nordkorea, sondern immer mehr Staaten in der Welt auf. Notwendig sind eine Abrüstung der Worte, eine Lockerung der Sanktionen sowie Entspannungsmaßnahmen, die nicht auf die koreanische Halbinsel beschränkt bleiben dürfen. Der von den USA und Südkorea geplante Raketenabwehrschirm auf der Halbinsel vergrößert das Kriegsrisiko für Südkorea ebenso wie die angekündigten Lieferungen weiterer moderner Waffensysteme durch die USA.

Die Bundesregierung sollte innerhalb der Europäischen Union versuchen, einen gemeinsamen Standpunkt zu erreichen, der Krieg ausschließt und Verzicht auf atomare Bewaffnung möglich macht. Der Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland wäre ein vernünftiges Signal, dass man in Europa nicht dem Atomwahn erliegt.

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