Belize verbietet zum Schutz seiner Korallenriffe die Erdölförderung

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Korallen.
Korallen. Quelle: Pixabay


Oaxaca, Mexiko (Weltexpress). Die Regierung Belizes kündigte die endgültige Einstellung aller Aktivitäten zur Erdölförderung vor Küste des kleinen mittelamerikanischen Landes an. Damit ist Belize das erste Entwicklungsland der Welt, das eine so weitreichende Entscheidung trifft.

Nadia Blood setzt sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin des World Wildlife Fund (WWF) für den Schutz der Korallenriffe Mesoamerikas ein. In einer Erklärung der Umweltorganisation sprach sie von einem großen Tag für Belize. Die Regierung hat nicht nur den Aufrufe zum Schutz der Korallenriffe aus dem letzten Jahr aufgegriffen. Sie hat das Land auch zu einem Vorreiter im Schutz der Ozeane gemacht.

Korallenriffe sind wichtiger Wirtschaftsfaktor

Das Belize Barrier Reef hat eine Länge von rund 300 Kilometern. Es ist Teil des mesoamerikanischen Korallenriff-Systems, dem zweitgrößten Riff-System der Welt nach dem Great Barrier Reef in Australien. Bedroht wurde die Korallenriffe unter anderem durch die seismische Erkundung von Erdöllagerstätten. Das ist jetzt untersagt.

Indem Belize diese große Gefahr für die Korallenriffe unterbunden hat, sichert das Land seinen zukünftigen Wohlstand, sagt Blood in der Erklärung des WWF. Denn die Schönheit der Riffe ist ein wesentlicher Motor für die Tourismusindustrie. Und diese ist der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes.

Anmerkung:

Die Erstveröffentlichung des Beitrags erfolgte am 16. Januar 2018 beim Nachrichtenpool Lateinamerika.

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