Aktion Autosuggestion – SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU

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Ein Wahlplakat der SPD voll mit Vogelkot im Mai 2017 in Xanten am Rhein. © 2017, Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Bonn, Deutschland (Weltexpress). Das war knapper, als mancher Beobachter vermutete. Und dennoch wählten die Delegierten und Vorstandsmitglieder auf dem Sonderparteitag der SPD am Wochenende in Bonn das Weiter-so. Von 279 Stimberechtigte von 362 waren allerdings dagegen, doch der Rest bei einer Enthaltung für Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU.

Martin Schulz zeigte sich als Vorsitzender der SPD nach dem Ergebnis erleichtert. Er wolle „die Partei zusammenzuführen“. Dabei war es der Ex-Bürgermeister aus Würselen, Martin Millionario, der sich vor allem in Brüssel bereicherte, dann Wahlkämpfer mimte, um nach einem Rekordminus für die SPD „knallharte Opposition“ ausrief.

Was interessiert ein SPD-Mitglied sein Geschwätz von gestern?

Wochen später drehte er den Rostpott SPD um 180 Grad auf Kurs Weiter-so vorgab. Dafür befahl der Kapitän auf dem schlingernden Schiffchen, von dem sich immer mehr retten und abspringen, die Aktion Autosuggestion. Vor allem der Vorstand und alle in Parteilohn Stehenden folgten dem Vorsitzenden.

Über die Hälfte der Delegierten redeten die SPD und sich schön. Darunter auch die Ehrengäste Gerhard Schröder und seine Schröderianer, die Schuldigen am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Jugoslawien und die Schuldigen am Sozialabbau durch Agenda 2010.

Der Vorsitzende und die Folgsamen verkauften das Weiter-so als Erneuerung und Aufbruch. Doch die oberen Parteigänger der runtergekommenen SPD können die ständige Selbsthypnose und wiederholte Selbst-Affirmationen kaum noch verbergen. Das sieht putzig und bisweilen peinlich aus, was die Nieten mit SPD-Parteibuch von Maria Luise Anna Dreyer (Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz) über Olaf Scholz (Bambule-Bürgermeister von Hamburg) bis Michael Müller (so heißt der amtierende Pleite-Pech-und-Pannen-Bürgermeister von Berlin) vorführen. Und das konnte auch noch als selbstinduzierte Beeinflussung der Psyche in Reinform angesehen werden, schließlich übertrugen viele Sender diesen Parteitag direkt.

SPD – links blinken, rechts abbiegen

Die millionenfache Kinder- und Altersarmut in der Bundesrepbulik Deutschland war ohne SPD nicht zu machen. Weiter so? Wer das will, der muss SPD wählen. Die Kriege in der Welt mit Beteiligung deutscher Waffen und Soldaten sowie deutschen Geldes war ohne die SPD nicht zu machen. Weiter so? Wer das will, der muss SPD wählen.

Wer das alles allerdings nicht will, der sagt zur SPD besser Nein. Vor allem sollten sich die „Malocher“ eines Besseren besinnen.

Heute hängte die Mehrheit der SPD-Delegierten erneut ihr Mäntelchen in den opportunistischen Wind, manche in dem Glauben, er sei ein günstiger. Die meisten wissen es vermutlich besser. Doch bei denen kommt das eigene Wohl und Portemonnaie längst vor dem der Leute in diesem Land und erst recht vor dem der Partei.

Wei­ter­wursch­teln

Wochen, Monate nach der Wahl im September 2017 will die SPD in Koalitionsverhandlungen mit den Parteien CDU und CSU gehen. Und weiterwurschteln!

Wollen wir wetten, dass in der BRD die Reichen reicher und die Armen ärmer werden? Dank der SPD!

Wollen wir wetten, dass die BRD bei blutigen Kriegsgeschäften ganz vorne mit dabei ist? Dank der SPD!

Dass eine Partei, die sich gegen den inneren und äußeren Frieden stellt, im Orkus des Vergessens verschwindet, das wäre wünschenswert.

Jörg Meuthen, Vorsitzender der AfD, die größte Oppositionspartei im Bundestag ist, kommentierte den Ausgang des SPD-Sonderparteitags in Bonn mit den Worten: Die SPD habe sich entschlossen, ihren „trudelnden Blindflug in die Bedeutungslosigkeit“ fortzusetzen.

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